Erotische Knechtschaft

Arika Lee schreibt lesbische Dominanz mit unübertroffen sinnlicher Erotik. “Der Bridge Klub” entführt den Leser in eine Welt, in der es sich gelangweilte, reiche Frauen leisten können Ihren wildesten Appetit nachzugeben. Sie locken ehrgeizige Frauen in Ihr Netz von Dekadenz mit Versprechungen von Reichtum und Erfolg.- Nur Erwachsene.
Endlich war Samstag; es war ein perfekter Sommertag mit nur wenig Verkehr. Es gab kein Strassenschild, daß das Viertel ‚River Oaks’ ankündigte, doch die äußeren Anzeichen von extremem Wohlstand waren unmöglich zu übersehen. Die beeindruckenden Häuser standen alle etwas zurückgesetzt, viele davon hinter Steinmauern mit großen, schmiedeeisernen Toren. Allein hier entlang zu fahren, auf den von Efeu und Eichenbäumen gesäumten Straßen und zu wissen, dass sie hier eingeladen war, erregte Judith. Vor einer der Einfahrten wurde sie langsamer. Zwei Pfosten aus Granit trugen einen filigranen Bogen mit einem verwitterten grünen Schild auf dem einfach nur der Name ‘Smith’ eingraviert war. Das Tor stand offen, und nach einem kurzen Durchatmen, um sich zu sammeln, fuhr Judith hindurch. Die Einfahrt wand sich hoch zu einer U-förmigen Kurve, die unter dem Vordach eines Georgianischen Herrschaftshauses durchführte. Sie wurde von einem silberhaarigen schwarzen Mann empfangen. Er trug eine Livree mit einer weißen Jacke und öffnete ihr den Wagenschlag. „Die Herrin erwartet sie. Hier entlang bitte, Miss.” Sein Akzent klang irgendwie insular, aus Jamaika vielleicht, überlegte sie, während sie ihm in eine kühle Eingangshalle mit einer hohen Decke folgte. Er führte sie ohne anzuhalten von einem opulent eingerichteten Raum zum nächsten bis er sie durch zwei Glastüren schließlich wieder nach draußen schickte. Dann schloss er die Türen von innen. Judith blickte sich in dem terrassierten Garten um, der zu einem Schwimmbad führte und dachte zunächst, dass man sie allein gelassen habe. Dann bemerkte sie den großen, gebräunten Körper, mit dem Rücken zu ihr, ausgestreckt auf einer niederen Liege. So viel zu all dem Aufwand, den sie um ihre Kleidung gemacht hatte; Emily Dawes-Smith hatte offensichtlich beschlossen, sie in nicht viel mehr als ihre Sonnenbrille gehüllt zu empfangen. „Nun, stehen Sie nicht einfach so da. Kommen Sie zu mir, bitte. Blackjack wird ihnen etwas zu Trinken bringen.“ Als sie ihre Gastgeberin erreichte, streckte sie ihre Hand zum Gruß aus, wurde aber daran auf eine der Liegen neben ihr gezogen. Ihre Hand lag noch immer fest in der anderen. Ohne recht zu wissen, wo sie hinsehen sollte, begann sie sich für die Einladung zu bedanken, wurde jedoch unterbrochen. „Nennen Sie mich einfach Em. Sie sind hier mehr als willkommen. Vergessen wir die Förmlichkeiten, Judy. Wie Sie sehen können, bin ich dafür nicht angezogen.“ Ihr Lachen war voll und kehlig. Während sie Judith von hinter ihren extrem dunklen Versace Gläsern ein strahlendes Lächeln schenkte, wurde sich die junge Frau bewusst, dass ihre Hand immer noch festgehalten wurde. Sie suchte nach einer angemessenen Antwort als ihr eine Flasche Kokosöl zugeworfen wurde. „Es ist für mich an der Zeit, mich umzudrehen. Seien Sie ein Schatz, Judy und cremen mich ein, ja?“ Es gab keinen taktvollen Weg, sich dem zu entziehen, da sie schon dabei war sich umzudrehen. Judith streifte ihre Ärmel hoch und öffnete den Verschluss der Flasche. „Moment noch! Ich würde mir nie vergeben, wenn Sie Öl auf so ein schönes neues Outfit bekommen würden.“ Neues Outfit? Bei Gott, diese Frau hatte sie völlig durchschaut. Judith war überzeugt, dass sie wie ein völliges Landei wirkte. „Ziehen Sie die Sachen einfach aus und legen sie sie auf den Tisch. Blackjack wird sie für Sie aufhängen.“ „Aber ich...“ „Ach, kümmern Sie sich nicht um Blackjack. Er sieht nichts. Nur nicht schüchtern sein. Sie haben sowieso zu viel an. Sie wollen doch sicher nicht, dass ich mich in meinem eigenen Heim unwohl fühle, nicht wahr?” Da war wieder dieses warme Lachen. Und wieder gab es keinen Ausweg ohne als verklemmte Provinzgans dazustehen. „Klar. Prima Idee,” sagte Judith schließlich. Sie schlüpfte aus ihrem Jackett und hoffte, dabei zu wirken als ob das Entblößen ihres Körpers vor einer Fremden und ihrem Diener etwas ganz Alltägliches sei. Der Rest ihrer Kleider folgte so schnell und graziös wie möglich. Emily beobachtete mit Amüsement wie das Mädchen versuchte, ihr Schamgefühl hinter einer lässigen Fassade zu verstecken. Sie liebte es einfach, andere zu manipulieren. Mit einem Lächeln über den Erfolg ihrer kleinen Verführungsszene drehte sie den Kopf und lag entspannt da, in Vorfreude darauf, die Hände des Mädchens auf ihrem begierigen Körper zu spüren. Judith war vornüber gebeugt und zog gerade den weißen String aus, den sie gewählt hatte, als Blackjack mit einem großen, eisgekühlten Drink in der Hand auftauchte. Er hatte genau den gleichen, angenehm neutralen Gesichtsausdruck wie vorhin als er sie hereinführte. Das alles war in seinen Augen offensichtlich nichts Ungewöhnliches. Ohne ein Wort zu sagen, sammelte er ihre Kleidung und Schuhe auf und verschwand mit ihnen. Judith wurde schlagartig klar, dass sie hier ohne einen einzigen Fetzen festsaß bis ihre Gastgeberin bereit war, ihr zu sagen, wo ihre Kleider waren. Trotz ihrer intensiven Anstrengung, lässig zu wirken, wurde sie rot. Sie nahm das Öl und setzte sich neben den sonnengebräunten Rücken ihrer neuen Freundin. Emily fühlte wie es warm ihr Rückgrat entlang tropfte, gefolgt von Judiths zögerlichen Fingern, die die glitschige Substanz auf ihre verteilten. „Seien Sie ein Schatz, Judy, und reiben sie es ein bisschen besser ein. Wenn Sie schon mal dabei sind, können Sie mir gleich eine kleine Massage geben.“ Die ganze Sache wurde Judith allmählich zu bizarr. Sie begann, sich wie eine Zofe zu fühlen, nicht wie ein Gast. Ihre Zweifel bei Seite schiebend, intensivierte sie den Druck ihrer Finger und massierte das Öl in den unzweifelhaft sehr attraktiven Rücken vor ihr. Als sie begann, Emilys wohl entwickelte Schultern zu kneten, versuchte die Frau nicht einmal, ihr wollüstiges Stöhnen zu unterdrücken. „Oh Gott, Judy, das fühlt sich wundervoll an. Ich denke, ich lasse Sie damit weitermachen bis das Essen serviert wird... Das macht Ihnen doch nichts aus, oder?“ „Nein..., wenn es Ihnen gefällt, ist es mir auch recht, Em.“ Judith dachte bei sich, dass sie wie ein richtiger Arschkriecher klingen musste, doch sie musste ehrlich zugeben, dass das Gefühl dieses Körpers unter ihren Händen keineswegs unangenehm war. Sie hatte Frauen niemals sexuell in Erwägung gezogen, doch gemeinsam unter den warmen Strahlen der Sonne nackt zu sein und die leisen Wonneseufzer zu hören, die ihre Hände auslösten, das hatte schon etwas sehr Sinnliches. Als sie sich bis zu Emilys unteren Rückenmuskeln vorgearbeitet hatte, störte sie ihre neue Rolle als Masseurin nicht mehr sonderlich. „Meinen Arsch auch, Judy,“ sagte Emily so nebenbei. „Ich liebe es, meinen Arsch massiert zu bekommen. Ich muss sie eines Tages in meinen Wellness-Salon einladen. Die Mädchen dort sind einfach fantastische Masseurinnen.“ Das war es, dachte Judith. ‚Ich muss Sie eines Tages...’ – ein Versprechen, akzeptiert zu werden. Die Worte klangen in ihren Ohren nach während sie gehorsam ihre Hände nach unten gleiten ließ, um die festen Rundungen von Emilys Arsch zu kneten. Mit einem lauten Grunzen spreizte Emily ihre Beine, um den Händen freien Zugang zu ermöglichen. Diese klugen und gebildeten jungen Frauen zu korrumpieren, war immer so ungeheuer erregend. Sie hatte diese attraktive kleine Anwältin aus einer ganzen Reihe von Kandidatinnen ausgesucht, die sie zu ihrer jährlichen Wohltätigkeitsveranstaltung eingeladen hatte. Im Herzen auch nur eine kleine Hure, dachte sie zufrieden und gab sich ganz ihren angenehmen Empfindungen hin. Judith konnte die gespreizten Beine von ihrer Position aus gar nicht übersehen. Emilys dunkle, zusammengezogene Öffnung war deutlich sichtbar, ebenso die weichen Lippen etwas tiefer in ihrem Pelznest. Ihr wurde allmählich etwas heiß, während sie sich die glänzenden Schenkel hinunter arbeitete. Sie vermied sorgsam jede Berührung, die als zu intim hätte erscheinen können. „Mmm, Das ist so gut, Judy. Du hast mich ganz heiß und geil gemacht. Gib’ mir einen kleinen Orgasmus zur Entspannung, Liebes.“ „Entschuldigung, Em... Ich, ich verstehe nicht...“ Judith fragte sich ernsthaft, ob sie Emily gerade richtig verstanden hatte. „Ach, mach’ nicht auf prüde. Tauche einfach deine Finger in mein Loch und reibe mich ein bisschen. Es wird unser kleines Geheimnis sein. Reib’ dich auch und wir werden beide eine kleine Nachmittagsfreude haben, Liebling.“ Die Worte hingen in der Luft und Judiths Gedanken rasten. Sie wusste, dass sie verführt, vielleicht sogar benutzt wurde. Schönheit, Wohlstand und Macht... an dieser Frau war einfach alles verführerisch. Und welche andere Möglichkeit hatte sie? Sie könnte ‚böses Spiel’ schreien, ihre Kleider verlangen und empört davon stürzen. Sie könnte einfach die moralisch aufrechte kleine Anwältin bleiben, die sich selbst von einer Zukunft in Reichtum ausgeschlossen hatte. Wenn Emily überhaupt so großzügig war sie nach einer solchen Szene weiterhin praktizieren zu lassen. Judith wusste, dass es schon lange nicht mehr darum ging, einen guten Eindruck zu machen. Es ging ums nackte Überleben. All dies ging ihr in wenigen Sekunden durch den Kopf, und sie entschied sich, ihre Hände langsam die Innenseiten der gespreizten Schenkel hinaufgleiten zu lassen. Von Judith unbemerkt, lächelte Emily als die Finger zögerlich in ihre feuchte Spalte gleiten fühlte. Sie hatte wieder einmal gewonnen. Mit geschlossenen Augen rieb sie ihren Schamhügel langsam auf dem Handtuch hin und her, und saugte dabei förmlich Judiths Finger immer tiefer in sich hinein. „Jetzt berühre Dich und mach es Dir für mich, Judy. Komm’ mit mir, Baby.“ Die heiße, stark duftende Luft des Gartens wurde von Schweigen beherrscht. Judith konnte deutlich das Geräusch hören, das ihre Finger in ihrer beider Öffnungen machten. Sie sah sich gleichsam von außen und die reine Dekadenz der Szene ließ sie noch heißer werden. Als Emily schließlich einen kurzen Siegesschrei ausstieß, wurde Judith mitgerissen und warf ihren Kopf in atemloser Ekstase zurück. Als sie langsam ihrer Sinne wieder Herr wurde und sie alles wieder deutlich erkennen konnte, sah sie einige Schritte entfernt Blackjack stehen in seinem makellosen weißen Jackett. „Es ist angerichtet, meine Damen.“ Judith saß einfach nur da, vorn übergebeugt und mehr als nur ein wenig von dem beschämt, was sie mitgemacht hatte. Emily hingegen stand einfach auf und streckte sich gründlich. Judith erwischte sich selbst dabei, sie anzustarren. Sie hatte immer das Gefühl gehabt, eine recht annehmbare Figur zu haben, doch neben Emilys unglaublichem Körper fühlte sie sich plötzlich ziemlich unzulänglich. „Deine talentierten Fingerchen haben mich richtig hungrig gemacht. Komm’ mit. Wir essen drinnen, wo es kühler ist.“ Judith folgte ihr in einen sonnigen Raum mit einem Tisch vor einem großen Fenster, das auf die Terrasse hinausging. Also waren sie während Blackjack den Tisch gedeckt hatte, die ganze Zeit gut zu sehen gewesen. Der Tisch war für drei Personen gedeckt. Judith fragte sich, ob ihre exzentrische Gastgeberin den Diener etwa auch an den Tisch bitten würde. Blackjack stand hinter einem Stuhl und auf eine kleine Geste von Emily hin, gestattete Judith ihm, ihn für sie zurechtzurücken. Dann ging er zu einem gepolsterten Sofa und holte einen langen seidenen Bademantel, den er offen hielt. Emily schlüpfte hinein, band den Gürtel zu und nahm dann Judith gegenüber Platz. Judith fühlte wie sie rot wurde als ihr dämmerte, dass sie ganz bewusst so nackt gelassen wurde. Vielleicht, so dachte sie, würden ihr ja ihre Kleider gebracht, wenn sie sich über die Klimaanlage beschwerte. Bevor sie jedoch dazu kam, ihre Bitte zu äußern, nahm der Auftritt einer schönen Rothaarigen mit einem breiten Lächeln ihr die Sprache. Die Frau trug ein modisches Sommer-Outfit, ganz ähnlich dem, das Judith anhaben sollte. Sie bot jedes Körnchen ihrer Willenskraft auf, um ihre Blöße nicht schamhaft zu bedecken zu suchen und aus dem Raum zu stürzen. „Ahh, da bist Du ja, Sophia! Ich hatte gerade angefangen mich zu fragen, ob Du überhaupt kommst. Das ist meine neue Freundin Judy.“ „Du kennst mich doch, Em, ich bin immer angemessen zu spät. Hallo Judy.“ Judith brachte irgendwie auch ein ‚Hallo’ hervor und versuchte dabei sich irgendwie zu bedecken, ohne ihre Verzweiflung offenbar werden zu lassen. „Sophia ist gerade aus Rom zurückgekehrt, Judy. Setz Dich und erzähle uns alles von Deinen Abenteuern, Liebste.“ Sophia stürzte sich in einen Bericht über ihren Einkaufsbummel auf der Via Condotto. Emily schien gebannt zuzuhören, und Blackjack umrundete lautlos den Tisch und schenkte Wein ein. Es war völlig surreal. Statt des erhebenden Besuchs, den sie sich vorgestellt hatte, war Judith in einem wahren Alptraum gelandet. Wütend und beschämt, weil sie gezwungen war vor einem weiteren völlig Fremden nackt zu sein, zog sie sich in hilflose Angstgefühle zurück. Als endlich ein Teller aufgetragen wurde, konzentrierte sich Judith ganz auf ihr Essen und versuchte mit Messer und Gabel ihre verräterischen Nippel zu verbergen. Sie war sich nur all zu sehr der Tatsache bewusst, dass das Gefühl der Exponiertheit sie zusammen mit der niederen Raumtemperatur steinhart werden ließ. Die ganze Woche über hatte Judith gehofft, selbstbewusst zu wirken und würdig, beachtet zu werden, doch ihr inneres Gleichgewicht war zusammen mit ihrer Kleidung verschwunden. Nackt und unsicher wie sie jetzt war, war sie froh darüber scheinbar ignoriert zu werden.
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(Also available in the English edition as "The Bridge Club")